Trockenhänge in der Hohenlohe

Wo sich die beiden Zwillingsflüsse Kocher und Jagst tief in den Muschelkalk eingegraben haben, liegen Kalkmagerrasen, blumenbunte Wiesen, Steinriegel und Trockenmauern wie Perlen auf einer Kette aufgereiht. Hier liegt seit den frühen 1990er Jahren der Arbeitsschwerpunkt der Landschaftspflege.

Jahrhundertelang wurde in den steilen Hanglagen von Kocher und Jagst sowie vielen ihrer Seitentäler Weinbau betrieben, stellenweise bis heute. Um die oftmals sehr steilen Hänge nutzbar zu machen, wurden in Handarbeit Trockenmauern angelegt. Noch bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte der Unterhalt dieser Trockenmauern zu den regelmäßigen Arbeiten der Weinbauern. Sie sind daher Zeugen jahrhundertelanger harter Arbeit und erzählen in vielen Gebieten Geschichten einer längst vergangenen Nutzung.

Weltweit sind allein 2 Millionen Arten erfasst, Schätzungen gehen von 3 bis 110 Millionen aus. Davon leben in Deutschland 20.000 Pflanzen und 40 bis 50.000 Tierarten zumeist im Verborgenen. Doch schleichend schwindet deren Zahl: Flächenanspruch und Nutzungsintensität durch Siedlung, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft zeigen unübersehbar ihre Folgen.

Europaweit gelten rund 3.000 Pflanzen als bedroht. Um dem steten Schwund an Arten und Lebensräumen entgegenzuwirken, wurden europaweit Schutzgebiete ausgewiesen, sogenannte Natura 2000-Gebiete.