Probefahrt des E-Beetle

Mitte Juni wurde auf einigen artenreichen Mähwiesen der E-Beetle zur Gewinnung von heimischem Saatgut erprobt.

Kürzlich entbuschte Flächen und frisch eingesäte ehemalige Ackerstandorte weisen im Vergleich zu jahrelang gemähtem Grünland häufig nur eine geringe Artenzahl auf. Um solchen Flächen schnell zu mehr Artenreichtum zu verhelfen, kann eine Ansaat sinnvoll sein. Dabei sollte immer auf heimisches, sogenanntes autochthones Saatgut zurückgegriffen werden, da dieses der Florenzusammensetzung des jeweiligen Gebietes am besten entspricht. Solches Saatgut ist jedoch häufig nicht leicht zu bekommen und meistens auch sehr teuer. Die Gewinnung von Saatgut Mithilfe des E-Beetles von geeigneten Spenderflächen kann deshalb eine kostengünstigere Alternative sein.

Der E-Beetle ist eine kleine, handgeführte Maschine, welche im Akkubetrieb das Saatgut aus einer bestehenden, artenreichen Wiese ‚ausbürstet‘. Somit wird der Aufwuchs nicht zerstört und kann anschließend noch beerntet werden. Die ausgebürsteten Samen fallen in ein Auffangtuch, aus welchem sie entnommen und anschließend auf der vorbereiteten Empfängerfläche ausgebracht werden. Diese wird in der Regel gefräst, um ein entsprechendes Saatbett herzustellen. Das aufgebrachte Saatgut wird anschließend nur noch angewalzt. Da die Arten des Offenlandes allesamt Lichtkeimer sind, bedarf es keiner Erdabdeckung.

Bei optimalen Witterungsbedingungen kann so innerhalb weniger Jahre eine artenreiche Wiese entstehen.

E Beetle

E Beetle Saatgut